29/1/2015
Von MopperKopp
Grexit In Windeseile prescht die neue griechische Regierung vor. Man ist siegesgewiss und zuversichlich, auch wenn die Finanzmärkte grollen. Gibt es einen weißen Ritter?
Menschen, deren Langzeitgedächtnis durch mediale Dauerberieselung nicht gänzlich zersetzt ist, werden sich noch daran erinnern, dass Deutschland den IWF in die EU brachte. Genau den IWF, der seit Jahrzehnten weltweit für Verelendung sorgt, da er finanzielle Forderungen mit unnachgiebiger Härte eintreibt, egal wie viel Elend oder Tote es kostet.
Anfangs gab es Widerstand gegen diesen US-Finanzeintreiber, der aber schnell gebrochen wurde. So kamen Griechenland, Spanien, Portugal und weitere Länder in den Genuß der "Strukturanpassungsprogramme", wenn auch anders genannt. Die massiven Verelendungs- und Sozial-Kahlschlag-Programme, Austeritätsprogramme sind der Grund, warum es beispielsweise in Griechenland so zugeht, wie es zugeht. Die "Troika" kennt kein Erbarmen und treibt mit Unterstützung williger Politiker für die "Finanzmärkte" die Milliarden von unbescholtenen Bürgern ein, die eben diese Finanzmärkte vorher verzockt hatten.
Denn all die Milliarden, die angeblich nach Griechenland fließen, fließen durch Griechenland hindurch und landen bei den "Finanzmärkten", auch der Deutschen Bank. Eine perfekt Geldwäsche, ein Bankenrettungsprogramm ohne Limit und Ende.
Nun haben die Griechen die Nase davon voll, wie damals Argentinien, und werden den IWF, die Troika und all die hochmütigen Geldeintreiber vor die Tür setzen.
Diese wiederum wedeln ganz aufgeregt mit der nächsten Tranche, die bei "Fehlverhalten" der Griechen nicht ausgezahlt werden soll. Dabei handelt es sich um ein paar läppische Milliaren.
So burschikos, wie in Griechenland mit diesen Drohungen umgegangen wird, könnte man meinen, die neue Querfront habe einen Trumpf im Ärmel.
Für China sind das Beträge, die man dort als Peanuts bezeichnet. Für ein paar Milliarden bekäme China billig ein europäisches Taiwan. Warum den Spieß nicht einmal umdrehen.
Da die Chinesen ihre Investments meist ohne vergleichbare Knebel-Forderungen wie IWF oder Troika tätigen, ist es durchaus möglich, dass bald EU-Länder um sie Schlange stehen.
So kann es kommen, dass der griechische Tiger der siechenden EU die Zähne zeigt ...
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