Τρίτη 27 Οκτωβρίου 2015

Schuldenschnitt für Athen wird kommen


27/10/2015

Erwartung der Deutschen Bank

Horror-Kalkulation der Deutschen Bank: Griechenland steht vor dem nächsten Schuldenschnitt.

Und das wird teuer! Nach internen Berechnungen der Bank (liegen BILD vor) gehen die Volkswirte von Deutschlands führendem Kreditinstitut davon aus, dass Griechenland zum Jahresende rund 200 Mrd. Euro Schulden erlassen werden müssten: „Das wären rund 700 Euro pro Einwohner der Eurozone“, heißt es in dem Geheim-Schreiben.

Hintergrund der Horror-Rechnung: Bis Jahresende summieren sich Griechenlands Schulden auf rund 340 Mrd. Euro. Das sind 200 Prozent des griechischen Bruttoinlandsprodukts. Und 140 Prozentpunkte mehr, als die europäischen Verträge (Maastricht) erlauben. Deutlich mehr, als das Land in Zukunft zurückzahlen kann.

Dass Griechenland diesen Schuldenberg aus eigener Kraft abtragen kann, daran glaubt unter Wirtschaftsfachleuten keiner mehr. Europa-Experte Lüder Gerken, Vorsitzender des Centrums für Europäische Politik, zu BILD: „Griechenlands Wirtschaft ist kaputt, die Konsumquote zu hoch, die Investoren fehlen. Ein Schuldenschnitt ist ökonomisch unausweichlich, genauso wie ein viertes Hilfspaket.“

Seine Forderung: Totalsanierung der griechischen Wirtschaft. „Das einzige Sanierungsprogramm, das wirken könnte, ist der Grexit. Und auch dann dauert die Sanierung der griechischen Wirtschaft Jahre“, sagt Gerken.


Ob es wirklich zum Schuldenschnitt kommt, ist allerdings weniger eine wirtschaftliche als vielmehr eine politische Entscheidung. Und die fällt Ende des Jahres, wenn die Troika aus Währungsfonds (IWF), EU-Kommission und Zentralbank (EZB) mit der griechischen Regierung darüber berät, ob Athen seine Miesen zurückzahlen kann oder nicht. Die griechische Regierung selber geht davon aus, dass das praktisch unmöglich ist. Das hatte Vize-Finanzminister Trifon Alexiadis erst kürzlich im BILD-Interview betont.

Das Athener Szenario: Erst der Schuldenschnitt, dann der Einstieg in den Grexit. Und schließlich fast zwangsläufig wieder einmal Neuwahlen.

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