Πέμπτη, 14 Ιουλίου 2016

Siemens: Schmiergeldprozess verschoben - Anklageschrift nicht übersetzt


12/7/2016

Haben Ex-Siemens-Manager in Griechenland Schmiergelder gezahlt? Ein Athener Gericht sollte Klarheit schaffen. Nun wird der Prozess verschoben - weil eine Übersetzung der Anklageschrift fehlt.

Der Schmiergeldprozess in Athen gegen den früheren Siemens-Chef Heinrich von Pierer sowie weitere Ex-Manager und ehemalige griechische Mitarbeiter des Elektrokonzerns ist auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Die etwa 4500 Seiten dicke Anklageschrift sei bislang nicht ins Deutsche übersetzt worden, sagte einer der Verteidiger.

Noch immer nicht, muss man ergänzen. Denn die fehlende Übersetzung war bereits beim Prozessauftakt im November Thema gewesen.

Örtlichen Medienberichten zufolge kann es Monate dauern, bis der Prozess weitergeht. Die Anklagepunkte gegen mehrere Angeklagte seien bereits verjährt, hieß es. Griechische Medien kommentierten die schlechte Vorbereitung des Prozesses als Farce.

Frühere Siemens-Mitarbeiter sollen nach 1997 knapp 70 Millionen Euro Schmiergeld gezahlt haben, um einen Auftrag vom griechischen Telekommunikationsunternehmen OTE zu erhalten. Dem früheren Siemens-Chef und Aufsichtsratsvorsitzenden von Pierer wird vorgeworfen, das Schmiergeld-System bei Siemens gekannt und unterstützt zu haben. Der Ex-Manager, der von seinen Anwälten vertreten wird, und die anderen Angeklagten weisen dies zurück.

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