30/10/2017
Von Euronews
Ohne den Rettungsplan der Europäischen Kommission, der EZB und des IWF wäre Griechenland wahrscheinlich vor fünf Jahren pleitegegangen. Es hätte womöglich den Euro aufgegeben, was das gesamte Bankensystem der Eurozone erschüttert hätte.
Das dritte Hilfspaket für Griechenland seit 2010 in Höhe von bis zu 86 Milliarden Euro läuft im August 2018 aus. Athen hofft bis dahin, das nötige Vertrauen an den Finanzmärkten wieder zu gewinnen, um sich eigenständig Geld zu leihen. Von den Hunderten von Milliarden, die mobilisiert wurden, um das Land zu unterstützen, wurden fast 27 Milliarden von den Zentralbanken der Eurozone verwendet, um griechische Schulden zu kaufen, was die Spekulation stoppen sollte.
Fünf Jahre später wissen wir, dass diese Käufe von Staatsanleihen sehr lukrativ waren. Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank, hat kürzlich in einem Brief an Europa-Abgeordnete geäußert, dass die nationalen Zentralbanken des Euroraums seit 2012 insgesamt 7,8 Milliarden Euro an Zinsen verdient haben. Wer hat am meisten profitiert? Und was ist aus diesem Geld geworden? Eine Euronews-Recherche.
Opazität
Wir haben die Europäische Zentralbank um Information gebeten, wie sich diese Zins-Milliarden unter den Mitgliedstaaten des Euroraums verteilen. Vergebens. “Aus rechtlichen Gründen ist es nicht möglich, für die Mitgliedstaaten Summen zu nennen, die von den nationalen Zentralbanken an Griechenland überwiesen wurden”, so eine europäische Quelle.
Wir dann haben dieselbe Frage an mehrere nationale Zentralbanken gestellt – unmöglich, in Irland, Italien oder Griechenland mehr zu erfahren. In Spanien zum Beispiel hat die Banco de Espana nach unseren Berechnungen 984,42 Millionen Euro eingefahren, ließ aber wissen, dass sie uns keine Details “über die Verteilung der Einnahmen aus dem Kaufprogramm griechischer Staatsanleihen geben könne, diese Zuteilung sei nicht öffentlich”… passend zu den eigenen Vorschriften.
Auch in Luxemburg musste die Presse eigene Berechnungen vornehmen.
Die Banque de France verwies auf ein Dokument des Rechnungshofs, was uns erlaubt, etwas klarer zu sehen.
Wer hat was erhalten?
Nach unseren Berechnungen hat die Buba (Deutsche Bundesbank) mit rund 2,003 Milliarden Euro am meisten von diesen Beteiligungen profitiert. Logisch: Die Buba ist der größte Aktionär der Europäischen Zentralbank. Die deutsche Presse erwähnte unter Bezugnahme auf staatliche Quellen eine geringere Zahl (1,34 Milliarden Euro).
Die Berechnung bezieht sich nur auf griechische Anleihen aus dem SMP, dem Programm für Wertmarktpapiere der EZB. In Mio Euro.
Πηγή
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