Δευτέρα 11 Νοεμβρίου 2013

"Nur eine politische Union kann den Euro retten"


10/11/2013

Der langjährige Chef der US-Notenbank, Alan Greenspan, glaubt nicht an einen Fortbestand der Euro-Zone ohne eine Angleichung der Sozialsysteme. Eine zweite Finanzkrise wie 2008 hält er für möglich.

Der Maestro lässt auf sich warten. Zehn Minuten nach dem vereinbarten Termin taucht Alan Greenspans Assistentin aufgeregt im Vorzimmer auf. Dr. Greenspan sei "crazy busy", ob man sich vielleicht etwas kürzerfassen könnte als ursprünglich ausgemacht? Der ehemalige Chef der US-Notenbank Federal Reserve wirkt eigentlich ganz entspannt, als er den Besuch in seinem halbrunden, holzvertäfelten Büro empfängt. Wegen der Form nennt er es scherzhaft sein Oval Office. Auf den Bildschirmen am Schreibtisch flackern Zahlenkolonnen und Aktienkurse, auf Regalen, Ablagen und Fensterbänken türmen sich Aktenberge. Der 87-Jährige lässt keinen Zweifel aufkommen: Hier wird gearbeitet. Wegen des engeren Zeitplans verspricht Greenspan, nicht zu ausschweifend zu werden in seinen Antworten – sonst nicht sein größtes Talent. Er braucht nur noch ein Glas Cola, und dann kann es losgehen.

Welt am Sonntag: Herr Greenspan, wann haben Sie sich das letzte Mal irrational verhalten?

Alan Greenspan: Vor zehn Minuten?

Welt am Sonntag: Interessant. Was haben Sie vor zehn Minuten gemacht?

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