Κυριακή 7 Δεκεμβρίου 2014

Zusammenstöße zwischen Polizisten und Demonstranten in Athen


6/12/2014

Am Jahrestag der Tötung eines Jugendlichen kommt es in Athen zu teils schweren Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei. Rund 100 Menschen werden festgenommen.

In Athen ist es am Samstag zu schweren Zusammenstößen zwischen der Polizei und Demonstranten gekommen. Nach einem Protestmarsch am Jahrestag der Tötung eines Jugendlichen durch die Polizei schleuderten Teilnehmer im Zentrum der Hauptstadt Brandsätze auf die Sicherheitskräfte und zündeten Geschäfte und Autos an. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas ein, annähernd 100 Demonstranten wurden den Angaben zufolge festgenommen. Die Regierung hatte im Vorfeld des Jahrestages zur Ruhe aufgerufen.


Erinnerung an Unruhen von 2008

Der Protestmarsch fiel auf den sechsten Jahrestag der Tötung des Teenagers Alexandros Grigoropoulos durch eine Polizeikugel. Der  Vorfall im Jahr 2008 hatte zu schweren Unruhen im ganzen Land geführt. Bei dem Marsch am Samstag hatten rund 6000 Menschen auch ihre Solidarität für den 21-jährigen Nikos Romanos bekundet. Er sitzt wegen Raubes im Gefängnis. Seit dem 10. November ist er im Hungerstreik und will damit erreichen, an Lehrveranstaltungen der Universitäten teilnehmen zu dürfen. Die Regierung hat sich zwar dafür eingesetzt, dass Häftlinge grundsätzlich über Fernkurse an Seminaren der Unis dabei sein können. Romanos besteht jedoch auf eine persönliche Teilnahme im Hörsaal. „Ich werde nicht nachgeben. Meine Antwort ist: Siegen oder Sterben“, hatte er erklärt. Der 21-Jährige ist zwar in einem Krankenhaus. Nach knapp einem Monat Hungerstreik ist sein Zustand jedoch kritisch.

In den vergangenen Jahren hatte es wiederholt Unruhen in Griechenland gegeben. Ein Hauptgrund dafür ist der scharfe Sparkurs der Regierung, der den Bürgern viele Entbehrungen abverlangt. Die Regierung hat indes wenig Spielraum, weil sie sich im Gegenzug für eine Rettung vor dem Staatsbankrott mit Milliarden-Hilfen von EU, EZB und IWF einem Spardiktat dieser Geldgeber unterwerfen musste.

Griechenland möchte aus dem Hilfsprogramm aussteigen und sich damit auch aus den unbeliebten Haushaltskontrollen befreien. Derzeit stocken die Gespräche darüber aber.

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