Παρασκευή 5 Σεπτεμβρίου 2014

Besicherte Anleihen Was kauft die EZB da?


4/9/2014

 Die EZB will in großem Umfang Wertpapiere aufkaufen. Die heißen „ABS“ und „Covered Bonds“. Was ist das?

Die EZB hat am Donnerstag nicht nur eine Zinssenkung angekündigt, sondern sie will auch so genannte “Asset Backed Securities” ankaufen. Von diesen Wertpapieren hören die meisten Deutschen selten. Was steckt dahinter

Asset Backed Securities, kurz ABS, zu deutsch: forderungsbesicherte Wertpapiere, sind eine heterogene Gruppe von Wertpapieren. Das Prinzip ist allerdings stets dasselbe: Es handelt sich um Anleihen, bei denen das Geld für Zins und Tilgung wiederum aus anderen Krediten kommt. Diese Kredite wurden zu unterschiedlichen Zwecken an Unternehmen oder Verbraucher vergeben. Solche Wertpapiere werden zumeist abgegrenzt gegenüber Papieren, die mit den Zahlungen aus Hypothekenkrediten abgesichert sind. Diese werden allgemein als Mortgage-Backed-Securities (hypothekenbesicherte Wertpapiere) bezeichnet. Dazu gehören auch Hypothekenpfandbriefe, sofern sie den für diese Wertpapierklasse definierten Standards unterliegen.
Das Prinzip

Durch die Besicherung von handelbaren Wertpapieren mit Krediten der Bank werden diese Bankkredite handelbar, sie können verkauft werden. Dieser Vorgang wird als Kreditverbriefung bezeichnet. Um das Risiko der Wertpapiere zu verringern, werden mehrere Kredite zu einem Wertpapier zusammengefasst. Dadurch fällt es für die Käufer des Wertpapiers nicht so stark ins Gewicht, wenn ein Kredit nicht zurückgezahlt wird. Indes sind ABS eine sehr heterogene Gruppe von Wertpapieren. Das bedeutet, dass die Risiken jedes einzelnen Wertpapiers sehr unterschiedlich sein können. Zumeist entstehen in einer Verbriefungstransaktion auch Wertpapiere unterschiedliche Sicherheitsklassen. Dabei werden erstklassige Papiere zuerst bedient, dann alle anderen Klassen nach Rangfolge. Reichen die Zins- und Tilgungsleistungen der Kreditnehmer aus, müssen die untersten Klassen der Verbriefung als erste Verluste akzeptieren. Dafür erhalten sie grundsätzlich höhere Zinsen.

Für die Banken bietet die Verbriefung der Kredite den Vorteil, dass sie dabei in der Regel ihre Kredite an eine Zweckgesellschaft verkauft. Dann muss die Bank mit diesen Risiken nicht mehr rechnen und kann neue Risiken eingehen, zum Beispiel neue Kredite vergeben. Andererseits haben sich die Banken durch den Handel mit besicherten Wertpapieren fremde Kreditrisiken mittelbar in ihre Bilanz geholt.
Die Gefahr

Das Prinzip der Besicherung und Risikoverringerung durch Bündelung ist eigentlich eine geeignete Methode zur Verringerung von Kreditrisiken, weil sie das Risiko drückt. Bisher sind in Europa nur wenige ABS-Papiere ausgefallen. Die Sicherheit steht und fällt aber mit der Qualität der Kredite und der Zahlungsfähigkeit der Schuldner. Das hat sich in der Finanzkrise gezeigt.

Im Vorfeld der Finanzkrise waren Verbriefungen äußerst gefragt, eben weil sie theoretisch die Risiken senkten. Nach und nach wurde das Geschäft zum Selbstzweck. Es gibt aber nicht beliebig viele gute Schuldner, weil in der Regel diejenigen am ehesten einen Kredit benötigen, die wenig Vermögenswerte besitzen. Daher wurde die Kreditqualität immer weiter verwässert und verschlechtert. Hinzu kam, dass intransparente Konstruktionen wie die weitergehende Bündelung von verbrieften Forderungen in neuen Verbriefungen (sogenannte Collateralized Debt Obliogations, CDO) die tatsächlichen Kreditrisiken verschleierten. Als viele Schuldner ihre Kredite nicht zahlen konnten, verloren die Besitzer dieser Wertpapiere viel Geld - die Papiere galten als “toxisch“.
Arten von Asset Backed Securities

Der Löwenanteil von Asset Backed Securities entfällt auf Wohnungsbaukredite, eine weitere große Gruppe sind Autokredite. An dritter Stelle stehen sogenannte „Collateralized Loan Obligations“, kurz CLOs, die Unternehmenskredite bündeln. Kreditkarten- und Verbraucherkredit-ABS spielen eine kleinere Rolle.
Covered Bonds und Pfandbriefe

Neben ABS will die EZB ab Oktober auch Covered Bonds von Banken des Euroraums ankaufen. Covered Bonds (Gedeckte Schuldverschreibungen), zu denen auch der klassische Pfandbrief gehört, unterscheiden sich von ABS dadurch, dass die zugrunde liegenden Forderungen auf der Bilanz des Emittenten verbleiben. Sie haben dadurch einen doppelten Ausfallschutz, da zum einen der Emittent haftet, zum anderen ein Bestand an Sicherheiten existiert, auf den Gläubiger bevorrechtigt zugreifen können, falls der Emittent seinen Verpflichtungen nicht nachkommt. Covered Bonds unterscheiden sich von Pfandbriefe vor allem dadurch, dass erstere vertraglich, letztere gesetzlich geregelt sind.

Dabei sind die nationalen Gesetzgebungen recht unterschiedlich, so dass die Sicherheit von Pfandbriefen je nach Herkunftsland unterschiedlich zu bewerten ist. Nach deutscher Gesetzgebung werden Kredite ganz oder teilweise in ein Deckungsregister eingetragen, das von einem Treuhänder überwacht wird. Im Fall der Insolvenz der Pfandbriefbank werden die Deckungsmasse und die Pfandbriefe nicht in das Insolvenzverfahren einbezogen, sondern von einem Sachwalter separat verwaltet.
Das EZB-Programm

Schon seit Ende 2009 arbeitet die EZB daran, der Heterogenität des Marktes für besicherte Anleihen Herr zu werden. Sie hat dazu Daten über die Papiere erhoben, um diese in refinanzierungsfähige und nicht-refinanzierungsfähige Papiere zu unterteilen. Diese Vorbereitungsarbeiten dienten dazu den Plan umsetzen zu können, jetzt nur „einfache und transparente“ ABS ankaufen zu können.

Ab Oktober will die EZB Auto-, Leasing-, Verbraucher- und Kreditkarten-ABS, die die Standards nicht erfüllen, nur noch im Einzelfall und Papiere, zu denen keine Daten vorliegen, gar nicht mehr akzeptieren.

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