Πέμπτη 4 Σεπτεμβρίου 2014

Griechenland und seine Schulden: Geld gegen Reformen?


2/9/2014

Osnabrück. Nach Jahren des Darbens kann Griechenland in diesem Jahr mit einem minimalen Wachstum von 0,6 Prozent rechnen. Doch die Krise des bis über die Ohren verschuldeten Landes ist längst nicht vorbei. Nun trifft man sich in Paris, um die Lage zu besprechen. Die Regierung in Athen hofft, dass die Troika ihr Spardiktat lockert. Das aber wäre der falsche Weg.

Dass in Griechenland die Welt nicht in Ordnung ist, beweist schon das Rätselraten über das Defizit im Staatshaushalt: Höchstens 900 Millionen Euro fehlten, heißt es vage aus Athen. Die Troika schätzt den Betrag auf mehr als das Doppelte, nämlich zwei Milliarden Euro. Wem soll man glauben?

Am besten sollte es Athen wissen. Doch Misstrauen ist angebracht. Denn die Griechen haben zwar die Demokratie erfunden, zeigen aber bei Finanzen einen flexiblen Umgang mit der Wahrheit. Zur Erinnerung: Nur dank schamlos geschönter Bilanzen kam Griechenland in den Euro-Raum. Ein Fehler. Das Land versank aufgrund erbärmlicher Misswirtschaft in haushohen Schulden. Seit Jahren nun macht die EU Milliardenhilfen locker. Der Preis: ein Spardiktat nach dem Motto „Geld gegen Reformen“. Steuern sollen endlich eingetrieben, der Wasserkopf der Verwaltung soll abgebaut und die Wirtschaft angekurbelt werden. Die Bürger liefen Sturm, es folgten teils blutige Proteste.

Doch die Reformen wirken: Erstmals kann Athen ein Mini-Wachstum vorweisen. Auch der Tourismus, der ein Fünftel des Sozialproduktes ausmacht, boomt wieder. Schon wittert das gegängelte Athen Morgenluft: Die Belastungsgrenze sei erreicht, das Spardiktat müsse fallen, das Beste wäre ein Schuldenschnitt, heißt es.

Hoffentlich bleibt die Troika bei ihrem Kurs. Denn Sparen ist der einzige Weg. Nur so wird Griechenland den Tropf, an dem es hängt, wieder los.

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